7 Säulen der Resilienz

Die 7 Säulen der Resilienz – einfach erklärt

Jeder von uns hat in seinem Leben schon Rückschläge und Lebenskrisen hinnehmen müssen. Die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt Menschen, die finden schnell Lösungen und Wege, um wieder aus der Krise heraus zu kommen. Andere Menschen zerbrechen (fast). Können uns die 7 Säulen der Resilienz helfen? Was sind die 7 Säulen der Resilienz?

„Einen Sturm übersteht der Biegsame am besten.“

japanische Weisheit

Was ist Resilienz einfach erklärt?

Auch in meinem Leben gab es einige Hindernisse. Je mehr ich mich mit dem Thema Resilienz und sieben Säulen der Resilienz beschäftigt habe, umso mehr habe ich gelernt, mit Krisen umzugehen und entsprechend zu reagieren.

Was brauchen wir um stärkste Belastungen zu überstehen? Wie können wir lernen Krisen zu bewältigen und ein erfülltes Leben zu führen? Was macht uns stark? Was ist Resilienz einfach erklärt?

Resilienz in der Wissenschaft

Resilienz ist ein lateinisches Wort und heisst so viel wie „zurückspringen, abprallen“. Es wird interessanterweise in vielen wissenschaftlichen Gebieten wie Ingenieurwissenschaften, Energiewirtschaft und Mathematik genutzt. Dort geht es um die Sicherheit beim Ausfall eines Systems. In der Physik ist Resilienz die Fähigkeit eines elastischen Stoffes, sich wieder in die ursprüngliche Form zurück zu verwandeln.

In der Soziologie beschreibt Resilienz die Fähigkeiten von Gesellschaften externe Störungen zu bewältigen. Ein prominentes Beispiel ist die Corona-Krise. Die Weltgemeinschaft hat nach einer gewissen Zeit gelernt, mit dieser Krise umzugehen. In Zukunft wird sie sich an ähnliche Herausforderungen besser und schneller anpassen können.

Resilienz in der Psychologie

Der Begriff Resilienz ist in den letzten Jahren in der Psychologie immer populärer geworden. Er wurde erstmalig in den 1950er Jahren geprägt und zunächst nur bei Kindern verwendet. Erst um die Jahrtausendwende hat Resilienz auch immer mehr Bedeutung bei Erwachsenen erhalten.

Was bedeutet Resilienz in der Psychologie? Menschen werden als resilient bezeichnet, wenn sie Krisen und Belastungen erfolgreich überstehen und souverän meistern. Ein resilienter Mensch fällt durchaus wie andere Menschen um, ist aber in der Lage, schneller und vor allem gestärkter wieder aufzustehen. Resiliente Personen haben Strategien entwickelt, die ihnen bei der Bewältigung schwieriger Situationen helfen. Sie können besser auf die geänderten Verhältnisse reagieren, indem sie sich zum Beispiel neue Ziele setzen. Aufgrund ihrer psychischen Stärke meistern resiliente Menschen auch den täglichen Stress und Leistungsdruck besser.

Was sind die 7 Säulen der Resilienz?

In Kurzfassung redet man bei Resilienz oft von der „Widerstandskraft“ eines Menschen. Eine andere mehr positive Bezeichnung sind „innere Stärke“ oder auch „psychisch gesunde Stabilität“. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum es Menschen gibt, die resilienter sind als andere. Woher kommt ihre Stärke? Ist sie allenfalls angeboren? Oder ist sie im Laufe ihres Lebens erlernt worden? Bei der Frage, ob Resilienz erblich erworben ist, sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Viele gehen davon aus, dass Resilienz erst im Laufe des Lebens erworben wird. Vor allem dann, wenn man Widrigkeiten oder Krisen ausgesetzt ist. Ein Mensch, der kaum grössere Schwierigkeiten zu bewältigen hatte, kann sich kaum oder nur wenig Resilienz aufbauen.

Resilienz ist erlernbar

Die wichtigste Botschaft ist, wir können Resilienz erlernen und trainieren. Psychologen haben inzwischen verschiedene Modelle erarbeitet, um Resilienz zu beschreiben und anzuwenden. Das Modell, welches hier näher erklärt wird, baut auf den sieben Säulen der Resilienz auf. Dabei geht es um Basisfähigkeiten, welche die Grundlage für die Resilienz sind. Diese lassen sich erlernen und stärken.

Bevor wir diese Basisfähigkeiten genauer anschauen, gibt es hier noch einen Tipp für zwei Fachbücher, welche das Thema Resilienz sehr gut und ausführlich behandeln. Ausserdem gibt es sehr gute Kurse zum Thema auf der Online-Plattform Happiness House.

Die bekannte deutsche Buchautorin und Ärztin Dr. med. Mirriam Prieß ist spezialisiert auf die eng verwandten Themen Resilienz und Burnout. „Resilienz“ – das Geheimnis innerer Stärke: Mit 18 Wahrheiten über Resilienz, einem 10-Stufen-Programm zur Krisenbewältigung und einem 12-Punkte-Selbsttest: Wie resilient bin ich?

Der Glückswissenschaftler und Meditationslehrer Prof. Dr. Detlef Beeker zeigt in seinem Buch „Die Kunst der Resilienz“ 40 Powermethoden, um die eigene Resilienz sofort zu steigern.

Was sind die 7 Säulen der Resilienz?

  1. Optimistisch sein
  2. Sich selbst und Situationen akzeptieren
  3. Zu Lösungen kommen
  4. Opferrolle verlassen
  5. Verantwortung übernehmen
  6. Beziehungen gestalten
  7. Zukunft planen
sieben Säulen der Resilienz
die 7 Säulen der Resilienz

Optimistisch sein

„Der Pessimist beschwert sich über den Wind. Der Optimist erwartet, dass er sich ändert. Der Realist richtet seine Segel aus.“ – William Arthur Ward

Bei dem ersten Pfeiler der Resilienz geht es um gesunden Optimismus oder auch positiven Realismus. Es geht nicht darum, alles durch die „rosarote Brille“ zu sehen. Optimistische Menschen sehen „das Glas immer halbvoll und nicht halbleer“. Sie lernen aus schwierigen Situationen und erkennen das Positive daran. Sie erfreuen sich am Leben und sind in Krisen immer davon überzeugt, dass diese überwunden werden.

Möchten wir unseren Optimismus steigern, gilt es den Fokus zu ändern und Denkmuster zu durchbrechen. Versuchen wir negative Sachen nicht über zu bewerten. Auch Dankbarkeit spielt eine grosse Rolle. Lernen wir im Alltag das Augenmerk auf positive Dinge zu lenken. Am besten funktioniert das, wenn wir uns täglich mit positiven Dingen beschäftigen. Sehr unterstützend dabei ist die Coaching-Plattform Happiness House. Wenn wir täglich positive Kurse durchführen und motivierende Videos anschauen, ist das ein grosser Schritt dem täglichen Optimismus näher zu kommen. Du findest genauere Details in meinem Artikel „Meine Happiness House Erfahrungen“.

Situationen und sich selbst akzeptieren

„Wer mit sich selbst in Frieden leben will, muss sich so akzeptieren, wie er ist.“ – Selma Lagerlöf

Bei der Säule der Akzeptanz geht es vor allem um ein positives Selbstbild, um Selbstwertschätzung und um Selbstachtung. Wir sollten lernen, unsere Stärken zu erkennen und unsere Schwächen zu akzeptieren. Es geht darum authentisch zu sein, sich selbst als Person und Mensch zu lieben und anzunehmen.

Akzeptanz bedeutet aber auch, alles anzunehmen, was wir nicht beeinflussen und ändern können. Es gilt „den Tatsachen in die Augen zu sehen“. Gegen unerwartete Ereignisse ankämpfen oder uns verschliessen, nützt uns gar nicht. Es gibt einfach Situationen, die sich nicht ändern lassen. Diese Ereignisse zu akzeptieren und in unser Leben einzubauen, gilt es zu lernen. Auch können wir üben, in jeder neuen Situation Chancen und Vorteile zu erkennen.

Zu Lösungen kommen

„Denke nicht in Problemen. Denke in Lösungen.“ – Wolfgang von Goethe

Über Probleme machen wir uns oft viel zu viele Sorgen. Wenn wir uns auf Probleme konzentrieren, zieht sich unsere Energie zusammen. Wir dürfen nicht bei Problemen verharren, sondern sollten nach Lösungen suchen. Mit den ersten beiden Resilienzsäulen, Optimismus und der Akzeptanz, lassen sich Ressourcen aktivieren, die uns helfen Lösungen zu finden, die realistisch und umsetzbar sind. Wir sollten zunächst das Problem analysieren, nach möglichen Lösungen suchen und uns überschaubare Ziele setzen.

Opferrolle verlassen

„Wenn wir in überkommenen Opferrollen verharren, geraten wir immer und immer wieder in dieselbe Situation.“

Marci Shimoff

Sich als Opfer zu sehen, ist manchmal ziemlich bequem. Wir klagen und jammern und erhalten so Mitleid und Aufmerksamkeit. Wir müssen nichts tun. Allerdings bleiben wir damit in einer negativen Spirale hängen und fühlen uns schlecht. Eine typisch klassische Opferrolle ist, wenn man von seinem Partner verlassen wurde. Sehr viele Menschen „erstarren“ dann und versinken in Selbstmitleid. Hier hilft es, sich mit den Umständen auseinander zu setzen und sich nicht nur mit seinem Leid zu beschäftigen. Wie können wir aktiv etwas ändern? Was können wir aus der Situation lernen?

Resiliente Menschen haben die Fähigkeit, sich je nach Bedarf zu beruhigen und sich zu aktivieren. Sie machen keine Schuldzuweisungen. Sie können ihre Gefühle regulieren, um so nicht in der Opferrolle zu verharren. Eine erste gute Übung ist hier im Video von Pierre Franck erklärt.

Verantwortung übernehmen

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ – Molière

Jeder Mensch sollte Verantwortung über sein eigenes Leben übernehmen. Über sein Handeln, seine Gefühle und Gedanken. Nur wenn wir uns bewusst sind, dass nur wir selbst über unsere Entscheidungen bestimmen, können wir unsere Resilienz steigern. Wir sollten Initiative zeigen und uns aktiv für unsere Ziele einsetzen.

Verantwortung übernehmen heisst auch, Entscheide zu fällen. Wir müssen lernen, mit dem Risiko zu leben entsprechende Konsequenzen zu tragen. Verantwortung übernehmen wird unser Selbstvertrauen stärken und unsere Resilienz erhöhen. Für Krisen sind wir dann vorbereitet und stark.

Beziehungen gestalten

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ – Jim Rohn

Ganz wichtig in unserem Leben sind unsere sozialen Kontakte und unsere Netzwerkorientierung. Wir sollten uns nur mit Menschen umgeben, die uns gut tun und mit denen wir emotionale Bindungen aufbauen können. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, mit denen wir uns gut verstehen, dann sind wir glücklich und motiviert. Wir tanken Energie. Unsere Freunde tragen entscheidend dazu bei, dass sich unsere Stimmung hebt und wir können uns in einer Krise auf ihre Hilfe und Unterstützung verlassen. Wir sollten diese sozialen Kontakte pflegen.

Sehr unterstützend können auch Online-Plattformen sein, wie zum Beispiel die Glückscommunity Happiness House sein. Wir können hier bewusst mit Menschen in Kontakt treten, die uns inspirieren und uns motivieren.

Genauso gibt es Menschen, die uns Energie saugen. Nach einem Zusammentreffen fühlen wir uns oft elend und energielos. Im privaten Umfeld sollten wir ehrlich zu uns sein und versuchen Kontakt zu diesen Menschen zu meiden oder wenigstens zu reduzieren. Wir sollten diese sozialen Kontakte reduzieren. Im Job ist es oft leider nicht so einfach. Resiliente Menschen habe aber auch hier gelernt, sich abzugrenzen und wenden Methoden an um sich zu schützen. Weitere Informationen findest du auch in meinem Beitrag Resilienz – machen uns soziale Kontakte widerstandsfähiger?

Zukunft planen

„Niemand kann sein Leben rückwärts leben. Schau nach vorne, da liegt deine Zukunft.“ – Ann Landers

Bei der Planung unserer Zukunft geht es um Visionen und Wünsche. Wie möchten wir in Zukunft leben? Was sind unsere Pläne und Träume? Mit welchem Partner wollen wir zusammen leben? Welcher Job erfüllt uns? Eine klare Vorstellung unserer Zukunft mit definierten Wertvorstellungen lässt oft ungeahnte Kraft in uns entstehen.

Resiliente Menschen wissen genau, was sie in Zukunft leben und arbeiten möchten. Sie sind sich klar über ihre eigenen Stärken und Schwächen. Sie möchten ein glückliches und zufriedenes Leben. Auf keinen Fall würden sie ein Leben akzeptieren, was sie nicht führen möchten. Sie steuern ihre eigene Entwicklung und setzen sich aktiv für ihre Zukunft ein.

Fazit – 7 Säulen der Resilienz

Es lohnt sich, dass wir uns mit den 7 Säulen der Resilienz ausgiebig befassen. Es ist wichtig zu wissen und zu lernen: Was ist Resilienz einfach erklärt? Was sind die 7 Säulen der Resilienz? Wie können wir die Resilienz 7 Säulen in unser Leben integrieren? Ich hoffe, mein Artikel hat dir gefallen und freue mich auf dein Feedback. Schau doch auch bei den Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung für weitere Anregungen.

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